Frontalzusammenstoß bei Liederbach – Fahrer eingeklemmt

VU Pklemm Liederbach 05.02.10(me) Bei einem Frontalzusammenstoß auf der L3016 sind am Freitagnachmittag zwei Personen verletzt worden – eine von ihnen war eingeklemmt. Doch trotz des heftigen Zusammenpralls und obwohl die Ladung den Fahrersitz stark nach vorne schob, erlitten beide nur leichte Verletzungen. Zur Fahrbahnreinigung rückte ein Spezialfahrzeug der FF Eschborn für die Ölspurbeseitigung an.

Gegen 15:30 wurde die Feuerwehr Liederbach auf die Landstraße Richtung Höchst alarmiert. Dort seien zwei Fahrzeuge frontal zusammen gestoßen, beide Fahrer seien eingeklemmt. Aufgrund dieser Meldung wurden auch der organisatorische Leiter Rettungsdienst (OLRD) und der Rettungshubschrauber „Christoph 2“ aus Frankfurt alarmiert.

VU Pklemm Liederbach 05.02.10Vor Ort angekommen entspannte sich die Lage bereits leicht: Der Fahrer eines VW konnte sich bereits selbstständig befreien und wies keine erheblichen Verletzungen auf. Im anderen Fahrzeug, einem Hyundai, war der Fahrer noch eingeklemmt, jedoch ansprechbar. Beim Versuch zu überholen übersah der Fahrer des VW offenbar den Gegenverkehr und stieß frontal mit dem Hyundai zusammen.

Dabei rutschte die gesamte Ladung des VW (diverses Baustellenmaterial) nach vorne, verdrehte den Beifahrersitz und drückte den Fahrersitz nach vorne. Doch zum Glück befand sich niemand auf dem Beifahrersitz bzw. wurde der Fahrer nicht Opfer seiner Ladung.

VU Pklemm Liederbach 05.02.10Die FF Liederbach entfernte die Tür des Hyundai, um den Fahrer zu befreien. Verwundert über die Dreistigkeit Anderer mussten die Einsatzkräfte feststellen, dass andere Autofahrer – darunter auch eine Fahrschule mit Schüler –  die Unfallstelle über den angrenzenden Radweg umfuhren und das meist bei „nicht wirklich verminderter Geschwindigkeit“, wie ein Feuerwehrmann uns die Situation beschrieb.

So musste sogar der Radweg mit Absperrmaterial unpassierbar gemacht werden. Wie auch der VW-Fahrer kam der Eingeklemmte Mann mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus. Der zwischenzeitlich gelandete Rettungshubschrauber konnte ohne Patient zurück fliegen.

Da die Fahrbahn bei einsetzendem Regen auf rund 50 Metern komplett mit einem Ölfilm versehen war, wurde ein Spezialfahrzeug der FF Eschborn angefordert. Mit diesem Fahrzeug wird die Fahrbahn beim Fahren mit heißem Wasser und Hochdruck gereinigt und die Schmierstoffe aufgenommen. So kann eine Gefährdung für den nachfolgenden Verkehr weitestgehend ausgeschlossen werden.

Erst nach rund zwei Stunden war die L3016 wieder frei gegeben. Durch die Sperrung staute sich der Verkehr  auf der A66 und durch Höchst bis nach Zeilsheim.




Redaktion: Michael Ehresmann
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Veröffentlichung: 06. Februar 2010 - 03:15 Uhr
Letzte Aktualisierung: 06. Februar 2010 - 03:15 Uhr
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