„Feuer im alten REWE-Markt“ – Alarmübung in Breckenheim

Alarmübung Breckenheim 13.04.07(me) Am Freitagabend wurde in Breckenheim eine Alarmübung im alten REWE-Markt in der Klingenbachstraße durchgeführt.
Wehrführer Günther Seitz bereitete in Zusammenarbeit mit der Leitfunkstelle Wiesbaden diese, nicht alltägliche, Übung vor. So löste die Leitstelle um 18:37 Uhr Sirenenalarm für die FF-Breckenheim aus.

Da die Übung geheim gehalten und von der Leitstelle auch nicht über Funk durchgesagt wurde, war der Adrenalinpegel bei den Kameraden, die seit nunmehr 6 Monaten frei von Alarmierungen sind, relativ hoch. Mit dem Einsatzstichwort „Brandverdacht“ wurden alle 3 Einsatzfahrzeuge mit Sonderrechten zu dem ehemaligen Einkaufsmarkt geschickt. Die kurze Anfahrt ermöglichte bereits nach 5 Minuten das Eintreffen der zwei, für den Brandeinsatz, wichtigsten Fahrzeuge. Erst, als sie den Anrufer als ihren Wehrführer erkannten, wurde den Feuerwehrleuten klar, dass es sich zum Glück um keinen Ernstfall handelte. Trotzdem ging es mit unvermindertem Einsatz weiter.Alarmübung Breckenheim 13.04.07 Aufgrund der Größe des Objekts, war eine umfangreiche Erkundung notwendig. Schnell erkannten die Führungskräfte, dass der Kellerbereich rauchfrei war und das „Feuer“ sich daher nur im oberen Bereich befinden konnte. Während sich die Atemschutztrupps Einsatzbereit machten, öffnete ein anderer Trupp die Eingangstür mit einem Trennschleifer. Nun galt es, in dem völlig verqualmten Gebäude, das Feuer zu finden. Das ist bei ca. 500m² Fläche, verteilt auf fünf Räume, keine Leichtigkeit. Durch erhöhte Aufmerksamkeit und Orientierungssinn konnte der Trupp den angenommenen Brand in einem Elektronikraum schon nach wenigen Minuten finden. Durch die schnelle Abarbeitung des Einsatzes entschloss man sich dazu, noch eine weitere Übung in dem ungenutzten Gebäude durchzuführen.

Während sich die 3 Einsatzfahrzeuge am Gerätehaus wieder einsatzbereit machten, verrauchte Günther Seitz den Kellerbereich, simulierte ein Feuer im Sanitärbereich und positionierte eine Übungspuppe. Nach 15 Minuten rückten erneut die Einsatzfahrzeuge an. Diesmal war die Lage jedoch anders: Der Filialleiter – vom Wehrführer gespielt – bemerkte selbst das Feuer und vermisst nun einen Mitarbeiter. Durch eine Tür im Kellerbereich machte sich ein Trupp unter Atemschutz in dem verwinkelten Keller auf die Suche nach der Person. Zuerst fanden sie jedoch die Feuerstelle und ein weiterer Trupp wurde zur Menschenrettung eingesetzt. Da den Einsatzkräften dieser enge und weitläufige Bereich bisher unbekannt war, fiel die Orientierung entsprechend schwer aus und die Suche dauerte einige Zeit länger. Nach ca. 5 Minuten langer Suche konnte der Dummy erst gefunden und aus dem verrauchten Bereich gerettet werden.Alarmübung Breckenheim 13.04.07 Bei dieser zweiten Übung zeigte sich noch eher als zuvor, wie wichtig Kommunikation und Erkundung an der Einsatzstelle sind. Für alle ein gelungener, außergewöhnlicher Übungsdienst. Bei dem angenommenen Kellerbrand konnten auch ein Atemschutzgeräteträger mit Lederjacke und ein Mitglied der Jugendfeuerwehr, der demnächst in die Einsatzabteilung übertritt, entgegen den gängigen Vorschriften teilnehmen, um für alle einen Lehrerfolg zu erreichen.

Um 20 Uhr wurde der Übungsabend mit einer ausführlichen Einsatzbesprechung, unter anderem per Videoaufnahmen, und einem gemeinsamen Abendessen im Gerätehaus abgeschlossen.


Redaktion: Michael Ehresmann
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Veröffentlichung: 14. April 2007 - 18:04 Uhr
Letzte Aktualisierung: 14. April 2007 - 18:04 Uhr
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