Drei Leichtverletzte durch Kohlenmonoxid in Idstein – Motorpumpe im Keller betrieben

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Im Keller einer Textilreinigung in der Wiesbadener Straße in Idstein war am frühen Morgen zunächst ein Wasserschaden entdeckt worden, den der Vater der Inhaberin in Eigenregie beseitigen wollte. Dazu setzte er im Kellerraum eine kleine benzinbetriebe Motorpumpe ein. Bedingt durch die Abgase wurde es dem Mann nach einer gewissen Betriebszeit der Pumpe übel. Seine Tochter, die Inhaberin der Reinigung, verständigte den Rettungsdienst. Durch ihren Hinweis auf Benzingeruch alarmierte die Leitstelle dann auch gleichzeitig die Feuerwehr.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte zeigten die Messgeräte bereits stark erhöhte Kohlenmonoxid-Werte (CO) an. Das gesamte Gebäude wurde umgehend geräumt und mittels Hochleistungslüftern belüftet. Zehn Betroffene, die sich zum Zeitpunkt im Haus befanden, wurden vom Rettungsdienst und Notarzt noch vor Ort untersucht. Der Vater musste mit erhöhten CO-Blutwerten zur weiteren Behandlung in eine Wiesbadener Klinik transportiert werden, bei allen anderen konnte der Notarzt Entwarnung geben.

Nachdem die CO-Konzentration im Gebäude durch intensive Belüftungsmaßnahmen auf unkritische Werte gebracht war, konnte dass das Gebäude wieder frei gegeben werden. Im Einsatz waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Idstein und Wörsdorf mit insgesamt 35 Einsatzkräften sowie fünf Rettungswagen, ein Notarzt und der Organisatorische Leiter Rettungsdienst. Die Polizei Idstein und Kräfte der Ordnungspolizei unterstützten bei der Absperrung und Verkehrsregelung.

Sicherheitshinweis der Feuerwehr: „Maschinen mit Verbrennungsmotoren dürfen nicht in geschlossenen Räumen betrieben werden. Sie erzeugen giftige Abgase, u.a. Kohlenmonoxid, die schwere Vergiftungen hervorrufen und tödlich sein können.“


Redaktion: Sebastian Stenzel
Fotos: Sebastian Stenzel
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Veröffentlichung: 14. August 2017 - 16:01 Uhr
Letzte Aktualisierung: 14. August 2017 - 16:01 Uhr
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