Die Rettungskarte: Standardisierte Fahrzeuginformationen für Rettungskräfte

Die moderne Fahrzeugtechnik bietet zunehmend mehr Sicherheit, erschwert aber bei einem Unfall teilweise die rasche Befreiung der Insassen. Wo an der Karosserie Rettungsspreizer und -schere anzusetzen sind, welche Vorsichtsmaßnahmen nötig sind, um Airbags nicht nachträglich auszulösen, ist den Einsatzkräften nicht immer bekannt. Die Vielzahl von unterschiedlichen Antriebsarten, vom klassischen Verbrennungsmotor bis zu Elektrofahrzeugen, stellt die Feuerwehr vor zusätzliche Probleme. Hier schaffen Rettungskarten Abhilfe. Dank einer Kooperation erhalten Wiesbaden112-Leser „RES-QR“-Aufkleber zum Sonderpreis.

Die Rettungskarte ist ein Hilfsmittel zur schnelleren Befreiung von Menschen aus ihrem Fahrzeug nach einem Verkehrsunfall. Auf ihr sind – standardisiert und genormt nach ISO 17840-1 – für die Rettung relevante Bauteile, wie Airbag, Gurtstraffer, Batterie, Kraftstofftank oder Verstärkungen der Karosserie in einer Fahrzeugskizze dargestellt. Sie unterstützt somit die Feuerwehr dabei, schnell und sicher die optimalen Angriffspunkte für Rettungsgeräte zu identifizieren.

Für Feuerwehren gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, an die passende Rettungskarte für ein verunfalltes Fahrzeug zu gelangen. Über Software-Lösungen auf mitgeführten Tablets kann die Rettungskarte nach einer korrekten Fahrzeugbestimmung abgerufen werden. Daneben können Rettungsleitstellen online beim Kraftfahrtbundesamt eine Kennzeichenabfrage durchführen und gezielt auf die jeweilige Rettungskarte zugreifen. Diese kann dann an die Unfallstelle übermittelt werden oder zumindest die jeweilige Kennnummer des Rettungs-Datenblattes übermittelt werden.

Der ADAC wirbt dafür, die Rettungskarte für sein Fahrzeug auszudrucken und hinter der Sonnenblende mitzuführen. Ein ADAC-Aufkleber in der Frontscheibe soll auf die mitgeführte Karte hinweisen. Eine weitere Möglichkeit sind Aufkleber mit einem QR-Code, dem „RES-QR“. Auch hier weist ein Aufkleber in der Windschutzscheibe auf den QR-Code hin. Weitere Aufkleber befinden sich auf der B-Säule und im Tankdeckel. Ein Farbcode gibt zudem einen Aufschluss auf die Antriebsart (Weiß: Benzin/Diesel – Grün: Erdgas/Autogas – Orange: Hybrid/Elektro). Der QR-Code kann mit nahezu jedem Smartphone oder Tablet (Auf Apple-Geräten kann mit iOS 11 auch die normale Handy-Kamera die QR-Codes direkt lesen) gescannt werden und zeigt dann die fahrzeugbezogene Rettungskarte an.

Durch eine Kooperation mit dem RES-QR-Hersteller, der Herberger GmbH in Wiesbaden, erhalten die Wiesbaden112-Leser einen Rabatt von 10 Prozent – und die Windschutzscheibenplakette im exklusiven Wiesbaden112-Design (Solange der Vorrat reicht). Rettungskräfte können die RES-QR-Aufkleber sogar kostenlos bestellen.

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Redaktion: Sebastian Stenzel
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Veröffentlichung: 08. November 2017 - 12:00 Uhr
Letzte Aktualisierung: 07. November 2017 - 16:57 Uhr
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