Dachstuhlbrand in Nordenstadt hält Feuerwehr stundenlang in Atem

Dachstuhlbrand Nordenstadt 28.12.06(sst) Am Donnerstagabend kommt es in Nordenstadt zu einem Dachstuhlbrand. Gegen 19:00 Uhr wird die Feuerwehr durch mehrere Notrufe alarmiert. Beim Eintreffen der Berufsfeuerwehr und der FF-Nordenstadt lodern bereits Flammen aus dem Dach. Die Bewohner des Hauses konnten sich zum Glück rechtzeitig selbst retten, sodass sich die Feuerwehr auf die Löschmaßnahmen konzentrieren kann.

Der Dachstuhl des Hauses besteht komplett aus Holz, daher kann sich das Feuer schnell und ungehindert über das ganze Dach ausbreiten. Schnell wird klar, dass man mit den Kräften vor Ort der Lage nicht Herr werden kann. So wird der Löschzug der Wache 2 und die Drehleiter der Wache 1 nachgefordert. Über 3 Drehleitern wird von 3 verschiedenen Seite aus begonnen, das Dach des Hauses zu öffnen und abzudecken und Stück für Stück Glutnester abzulöschen.

Dachstuhlbrand Nordenstadt 28.12.06Da abzusehen ist, dass der Einsatz noch länger dauern wird, werden die FF’s Kastel und Naurod alarmiert, um die Feuerwachen 2 und 3 zu besetzen. Durch den intensiven Einsatz von Atemschutztrupps wird von der Feuerwache 2 der Abrollbehälter Atemschutz angefordert. Von ihm aus können sich neue Trupps ausstatten und alle Fahrzeuge können direkt nach dem Einsatz ihr Kontingent an Atemschutzflaschen wieder auffüllen.

Teile der Dachkonstrukion sowie der Decke des 1. Obergeschosses sind vom Feuer in Mitleidenschaft gezogen worden. Der Abrollbehälter Rüstsatz wird angefordert, um die Decke des Hauses zu stützen. Währenddessen wird die Katze des Bewohners, die sich während des Feuers noch in der Wohnung befindet, von der Feuerwehr unversehrt gerettet.

Dachstuhlbrand Nordenstadt 28.12.06Da, nach mittlerweile fast 4 Stunden, die Kräfte der Feuerwehrleute schwinden, wird die Logistikgruppe der FF-Stadtmitte alarmiert und der Abrollbehälter Sozial angefordert, um für die Verpflegung der Einsatzkräfte zu sorgen.

Nach und nach rücken gegen 23:00 Uhr die ersten Fahrzeuge wieder ein. Doch die letzten Aufräum- und Löscharbeiten beschäftigen die Einsatzkräfte noch bis spät in die Nacht. Der enstandene Sachschaden wird von der Polizei auf ca. 300.000 € geschätzt. Die Brandursache ist bisher noch unklar und wird von der Krimialpolizei derzeit noch ermittelt.




Redaktion: Sebastian Stenzel
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Veröffentlichung: 29. Dezember 2006 - 03:03 Uhr
Letzte Aktualisierung: 29. Dezember 2006 - 03:03 Uhr
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