Breckenheimer Jugendfeuerwehr führt 24 Stundenübung durch

(me) Die Breckenheimer Jugendfeuerwehr übte am Wochenende einen 24 Stundendienst.

Am Freitagabend trafen sich die Jugendlichen zwischen 10 und 17 Jahren im Gerätehaus und machten sich für die nächsten 24 Stunden einsatzbereit. Durch eine Alarmtafel, ein Signallicht und einen schrillen Alarmton lief die Alarmierung an und lies die Feuerwehrmänner der Zukunft an ihre Klamotten und danach ins Einsatzfahrzeug eilen.

Am Freitagabend gab es zwei Einsätze: Zuerst wurde eine Explosion in einer Lagerhalle angenommen. Ein Trupp der Jugendlichen suchte in der, durch Disconebel, verrauchten Halle nach der verletzten Person (Dummy-Puppe) und holte sie, als auch 2 Gasflaschen aus dem Gebäude heraus. Nach dem Abendessen wurde ein Containerbrand an der Sporthalle angenommen. 2 Trupps durften ein wenig Wasser spritzen während die restlichen Jugendkräfte die Einsatzstelle ausleuchteten.
Die Nacht verlief, entgegen den Befürchtungen der Jugendlichen, ruhig und es kamen alle zu ihrem verdienten Schlaf.

Um kurz vor 6 Uhr morgens war dann aber die Nachtruhe beendet: Das LF und der RW waren zu besetzen. Eine Person war unter einem PKW eingeklemmt und konnte sich nicht selbständig befreien, mit dem Rettungsgerät des RW wurde der PKW angehoben und die Person befreit. Während den Rettungsmaßnahmen wurde ebenfalls die Straße abgesperrt und die Einsatzstelle ausgeleuchtet. Nun durften die frisch geweckten Jugendlichen erst einmal frühstücken. Kaum gesättigt rückten sie wieder aus. Diesmal wurde angenommen, dass ein Waldarbeiter unter einem Baumstamm eingeklemmt und schwer verletzt war. Man führte eine so genannte ‚Crash-Rettung’ durch und befreite die Puppe, die den Arbeiter darstellte, so schnell wie möglich. Anschließend demonstrierte man noch anderen Möglichkeiten, wie man den Patient hätte schonend retten können um den Jugendfeuerwehrlern die vielseitigen Rettungsgeräte zu erklären.

Nach etwas Freizeit die man durch Kartenspiele oder sportliche Betätigungen nutzte gab es noch ein kleines Unratfeuer zu löschen bevor man zum Theorieunterricht anrückte und den Einsatzplan für die Breckenheimer ICE-Tunnel durchsprach und sich auch einen Rettungsplatz anschaute. Am späten Mittag musste dann die Durchgangsstraße für das Radrennen „3 Länder-Tour“ gesperrt werden. Hier unterstützten die Jugendlichen die Mitglieder der Einsatzabteilung. Nun waren die Jugendlichen hungrig und freuten sich auf das Mittagessen, doch vorher mussten sie zeigen, was sie im theoretischen Unterricht gelernt hatten und wurden zu dem ICE Rettungsplatz „Schulwald-Süd“ alarmiert und mussten dort die Wasserversorgung aufbauen und sich auf den Rettungsplatz begeben. Nach der Rückkehr stürzte man sich auf das Mittagessen und genoss die Freizeit, die bis zum nächsten Einsatz, einem Kellerbrand, blieb. Hier lief alles nach Plan und ein Trupp unter Atemschutz, der durch Atemschutzgeräte auf dem Rücken der älteren, erfahrenen Jugendlichen, simuliert wurde, konnte schnell die vermisste Person retten und das angenommene Feuer löschen.

Natürlich musste nach den vielen Fahrten auch der Fuhrpark und die Fahrzeughalle gesäubert werden. Die Jugendlichen haben damit schon die Übung abgeschlossen und waren keineswegs auf einen weiteren Einsatz vorbereitet doch die größte Übung haben sich die Planer für den Schluss aufgehoben: Auf einem freien Gelände hatten sie einiges an Unrat und Stroh angezündet, welches bei Eintreffen der Jugendlichen Feuerwehrleute lichterloh brannte. Knapp eine Stunde lang durften alle Teilnehmer den brennenden Haufen löschen und bemerkten fast nicht, dass die 24 Stunden so gut wie um waren.

Alles in Allem hat sich der Aufwand der Helfer und Betreuer gelohnt, die die Einsätze ausgearbeitet, organisiert und durchgeführt haben und damit den Jugendlichen einen großen Spaß und viel Lehrreiches brachten.

Die Jugendfeuerwehr Breckenheim plant für nächstes Jahr erneut eine 24 Stundenübung, welche bereits die Vierte in Folge wäre, während andere Jugendfeuerwehren in Wiesbaden noch dieses Jahr eine solche Übung durchführen wollen.




Redaktion: Michael Ehresmann
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Veröffentlichung: 18. September 2006 - 07:19 Uhr
Letzte Aktualisierung: 18. September 2006 - 07:19 Uhr
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